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Vor langer Zeit, als wir Gamer noch ein wanderndes Volk waren, gab es Arcades. In Gruppen pilgerten wir dorthin, um auf dem heiligsten aller Böden unseren Kameraden mit einem gut gezielten Hadoken aus dem Ring zu schleudern. Einer jener Altare des Gamings, an deren Knöpfe und Joysticks wir im Gebet professionell herumfingerten, trug den Titel und kam aus den weit entfernten Landen Japans zu uns – ein gelungener Fighter, dessen Charaktere bis an die Zähne mit den gefährlichsten aller Klingen bewaffnet waren. Jenes Spiel erfreute sich lange Zeit allgemeiner Beliebtheit, trotz oder vielleicht gerade eben aufgrund seiner verteufelt hohen Schwierigkeit. Ein paar Monate später dann kam von Namco ein Update, welches den letzten Bossfight erheblich vereinfachte - noch etwas später erreichte auch uns Europäer die von allen heiß ersehnte Portierung auf die gute, alte Playstation.

Von da an nahmen die Dinge ihren Lauf: Aus wurde für die Dreamcast (ihr wisst schon, SEGAs Spielekonsole – das weiße Ding das in euren Kästen Staub ansetzt), der erste Fighter seiner Art, der auf perfektes Timing bei Kombos verzichtete. Viele der beliebtesten -Charaktere wurden hier zum ersten Mal spielbar: Ivy, Nightmare, Astaroth, Kilik, Xianghua und Maxi. Während die Story des Spiels in noch leicht verschwommen war, so nahm sie in viel festere Gestalt an; nämlich die des Ritters Siegfried. Er besiegte den bösen Piraten Cervantes und nahm ihm das legendäre Schwert Soul Edge ab – doch die Klinge korrumpierte ihn, ließ ihn eine andere Gestalt annehmen: Nightmare war geboren. Von jenem Moment an machte sich eine Vielzahl Krieger auf die Suche nach der Klinge. Manche wollten schlicht die furchtbare Macht des Schwertes in ihren Besitz bringen, während andere es um jeden Preis vernichtet sehen wollten; aber der dunkle Vortex des Schicksals beeinflusste sie alle – das verfluchte Schwert hatte die Fäden in der Hand.
Tempus fugit, consolus fugit. Mit der Zeit entwickelten sich auch die Konsolen weiter. Die Dreamcast bekam ihren wohlverdienten Platz im oben erwähnten staubigen Kasten und Playstation 2, Nintendo GameCube und die Xbox traten auf die Bühne. hat es damals gleich auf alle drei dieser neuen Konsolen geschafft - jede Version mit einem unterschiedlichen Cover und anderen Helden, der einen wohlverdienten Gastauftritt hinlegte: Für Nintendo-Fans stieg der spitzohrige Link in den Ring, Besitzer einer Playstation 2 durften als Haihachi aus kämpfen, und es war kein Geringerer als der mächtige Spawn, welcher die Saat des Schreckens in der Xbox-Version verbreitete. Mehr auswechselbare Waffen, mehr Kostüme - der zweite Teil nahm alle Features des Originals und erweitere sie, nein, verbesserte sie!

SoulCalibur III erschien nur für die Playstation 2, kam dafür aber mit einem ausführlichen Character Creator im Gepäck: dem Chronicles of the Sword-Modus. Zuerst bastelte man sich seinen eigenen Kämpfer mit den vielen verfügbaren Kostümen und Kampfstilen (plötzlich war die Idee, beispielsweise Ryu Hayabusa ins Spiel zu holen, gar nicht mehr so abwegig), dann begab man sich auf eine gefährliche Quest von zwanzig Levels – jedes schwieriger als das vorherige. Zur Komplettierung lockten meistens die ultimativen Waffen der echten Charaktere. Neu dabei waren diesmal die Chakram-schwingende Tira, die schöne Setsuka und der arabisch angehauchte Zasalamel. Letzten Endes schaffte es der dritte Teil jedoch nicht, seinen Vorgänger aus dem Ring zu stoßen.

Alle guten Dinge sind … vier? Gänzlich in das Gewand der NextGen-Konsolen gehüllt bekam berühmt-berüchtigten Zuwachs aus dem „Star Wars“-Universum: Yoda und Vader traten dem Reigen kampferprobter Krieger hocherhobenen Lichtschwertes bei – der dunkle Sith-Lord auf der PS3, der grüne Kraftzwerg auf der Xbox 360. Der Character Creator wurde beträchtlich verbessert, sowie mit einem viel breiteren Spektrum an Kostümen ausgestattet. Erstaunlich flüssige Animationen, die Fähigkeit, andere Charaktere ihrer Rüstung zu berauben, prächtige Arenen – nie waren Schwertkämpfe so schön in Szene gesetzt worden! Die Vorbereitungen sind abgeschlossen – endlich kann es zum ultimativen Showdown zwischen den Klingen Soul Edge und Soulcalibur kommen!

Und hier geht es zum aktuellen Test von Soul Calibur 4