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Black Rock Studio

Das Black Rock Studio dürfte vielen eher als Climax Racing bekannt sein. Unter diesem Titel firmierten die Spieleentwickler aus England bis vor einem Jahr. Was ihre Arbeiten anbelangt, so dürfte wohl jeder Leser mit Titeln wie MotoGP oder ATV Offroad Fury etwas anfangen können. Der neueste Hit aus dem Hause Black Rock ist – standesgemäß wieder ein Rennspiel – PURE, und diesem Game merkt man deutlich, dass das fast hundertköpfige Team etwas von seinem Metier versteht. 

 

Bereits mit ATV Offroad Fury bewies das Studio Talent für Rennen, abseits befestigter Straßen

Wie alles begann
Mit Eintreten in das neue Millennium startete auch die Entwicklerschmiede Climax Racing ihren Betrieb in Brighton, England. Über die Jahre hinweg erwarb man sich einen ausgezeichneten Ruf als Experte für Rennspiele und zahlreiche Auszeichnungen sowie noch mehr Nominierungen untermauern den Anspruch, die Elite zu sein, bis heute. Vor zwei Jahren kam dann die Übernahme durch die Disney Interactive Studios, ein durchaus gewollter Schritt wie Tony Backwith, General Manager von Black Rock, betonte: „... als Teil der kreativen Familie der Disney Interactive Studios haben wir nun Zugang zu den umfassenden Ressourcen des Walt Disney-Konzerns.“ Für Disney war die Firma deshalb interessant, da sie die einzige im Portfolio ist, die ihren Sitz nicht in Amerika hat. Kurzum: Ein gutes Geschäft für beide Seiten. Was die Arbeit der Jungs und Mädels bei Black Rock betrifft, so können alle Fans des Genres aufatmen – entgegen manchmal kolportierter Gerüchte wird Disney keine großartigen Veränderungen vornehmen, die Kernkompetenz für Rennspiele also nicht angetastet.  

Die Köpfe hinter Black Rock
General Manager ist Tony Beckwith. Er stieß bereits 1999 zu Climax und baute das Racing Studio auf. Seine „Karriere“ startete im zarten Alter von 15 Jahren, als er in seinem Kinderzimmer Spiele für den Sinclair ZX81 und Spectrum Computers schrieb. Bevor er zu Climax kam, baute er auch noch Millenium Interactive auf, das später zu Sony Cambridge wurde.

Tom Williams ist der Technical Director. Er startete in einem ganz anderen Berufsfeld: Er programmierte Business Software, bevor er 2001 zu Climax stieß. Er war Lead Programmer an mehreren Projekten, darunter auch die HotWheels-Serie. Heute ist er der „Hüter der Technik“ und überprüft alle Spiele bezüglich technischer Aspekte.

Paul Ayliffe, Art Director, sammelte seine ersten Erfahrungen in der Unterhaltungsindustrie bereits 1992. Bei Microprose arbeitete er unter anderem an Gunship 2000 für den Amiga und Xcom: Terror from the Deep für PCs. 2001 verstärkte Paul das erste Mal das Climax-Team nach einem kuren Intermezzo bei EA Criterion, wo er an dem Spiel Black mitarbeitete, dann aber 2005 wieder zu Climax Racing zurückkehrte. Bis heute ist er dort für den gesamten Art-Bereich zuständig.

Production Director Alice Guy begann ihre Berufslaufbahn als Managerin für Events und TV-Shows. 2005 verstärkte dann auch sie das Climax-Team und managte den Titel ATV Offroad Fury 4. 2007 stieg sie zum Production Director auf.

Auch von Anfang an dabei ist Jon Gibson. Seit 2000 ist er Game Director und zeichnet sich vornehmlich für ATV Offroad Fury 3 und 4 sowie den Ableger für die PSP (Fury Pro) verantwortlich. Vor seiner Zeit bei Climax Racing sammelte er seine ersten Sporen bei Acclaim und Probe an Titeln wie der Die Hard Trilogy oder Alien Trilogy.

Jason Avent, Game Director, startete seine Karriere wie Ayliffe bei Microprose. Nach einem Aufenthalt bei EA und Attention to Detail (ATD) landete er vor drei Jahren bei Climax und leitete seither die Entwicklung von Sudeki, MotoGP und anderen Titeln.

Nick Baynes hatte, als er 2000 zum Studio kam, bereits 14 Jahre einschlägige Berufserfahrung gesammelt (unter anderem bei Probe Software und Acclaim, wo er Re-Volt entwarf). Fünf Jahre lang probierte er mehr oder weniger alle Posten in der Firma aus, ehe er 2005 seinen Platz als Game Director fand.

Und hier gibt es einen ausführlichen Test zu Pure

Geschrieben von Ingo Suppan