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Resident Evil 6

Zwischen Action und Horror

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PlayStation 3|Xbox 360
Action-Adventure Die Resident Evil-Serie hat über ihre 14-jährige Lebensspanne bereits mehr als eine Kompletttransformation durchgemacht, von purem Survival-Horror zu Action und von klaustrophobischen Fluchtszenarien zu weitläufigen Kampfsequenzen. Die Veränderung des Franchise stößt dabei, logischerweise, nicht nur auf offene Ohren und so wurde vor allem der letzte Teil der Reihe, das am afrikanischen Kontinenten spielende Resident Evil 5, vor allem wegen seinem Schritt hin zu mehr actionorientiertem Gameplay des Öfteren kritisiert. Mit Resident Evil 6 möchte Entwickler Capcom jetzt etwas für jeden bieten und lässt mit drei, auch sehr unterschiedlichen, Kampagnen dem Spieler die Qual der Wahl.

Der Neuzugang
Chris Redfield, Leon Kennedy und Jake Muller sind diesmal die drei Protagonisten des neuesten Resident Evil-Teils. Während die ersten zwei dabei auch schon jedem Halbfan der Serie bekannt sein sollten, präsentiert sich mit Jake Muller ein Neueinsteiger in der Reihe, der den Entwicklern dabei helfen soll, ausreichend Frische in das klassische Spielprinzip zu bringen. Muller ist dabei der Sohn des legendären Bioterroristen Albert Wesker und befindet sich zu Spielbeginn als Söldner in der fiktiven osteuropäischen Republik Edonia, wo er mit ansehen muss, wie seine ehemaligen Kameraden vom C-Virus, dem neuen gefährlichen Mutagen von Resident Evil 6, infiziert werden und zu blutlüsternen Zombies mutieren. Als er dabei auf die US-Agentin Sherry Birkin trifft, schließen sich die beiden zusammen und versuchen sich so gut wie möglich gegen die angreifende Meute zu verteidigen. Das Gameplay dieser Kampagne ist betont gruseliger ausgerichtet als noch Teil 5 und stellt das Überleben und den strategischen Umgang mit begrenzten Ressourcen stärker in den Vordergrund als einfach mit unendlich viel Munition von einer Deckung aus Zombiekopfschüsse auszuteilen. In einer Sequenz, in der sich die Spielkampagnen überschneiden, treffen Jake und Sherry dabei auch auf das Team Leon und Helena und müssen gemeinsam versuchen einer neuen mutierten Bedrohung, dem maschinell verbesserten Riesenmonster Ustanak, zu entkommen. Solche Spieleinlagen bringen nicht nur das klassische „Überleben um alle Kosten”-Prinzip der Serie wieder zurück in den Vordergrund, sondern ermöglichen es auch die Kampagne mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zu bewältigen. Teamkameraden werden dabei getrennt, neue Gruppen geformt und die Spieler durchgehend auf ihren Zehenspitzen gehalten. Die unterschiedlichen spielbaren Charaktere sorgen dabei für genügend Pauseneinlagen und Nebenkommentare, um ihre spezifische Kampagne einzigartig und es dem Spieler einfacher zu machen Favoriten zu finden. Jake Muller ist dabei beispielsweise nicht einfach der griesgrämige Söldner und Sohn eines Psychopathen, sondern sorgt mit flachem Witz und ungewollt humorvollen Einlagen für genügend Erleichterung zwischen den doch eher bedrückenden Sequenzen der Leon- und Jake-Kampagnen.

Der alte Veteran
Leon ist dabei ein schon etwas missmutigerer Zeitgenosse, kein Wunder, muss er doch gleich zu Beginn seiner Kampagne dem zum Zombie mutierten US-Präsidenten ein drittes Nasenloch schießen. Darauf tritt er mit seiner Koop-Partnerin Helena Harper von einem Fettnäpfchen ins nächste, findet sich während einem Gewitter in einer von Untoten durchlaufenen Kathedrale oder in einem Aufzug mit einem Vater, der gerade von seiner eigenen Zombietochter verspeist wird wieder (Der berüchtigte Trailer zum Survival-RPG Dead Island lässt dabei grüßen). Zum Glück für Leon geben die Entwickler von Capcom dem Spieler diesmal aber einige neue Kontrollmechanismen, die es einfacher machen sollten, sich durch die erneute Zombieapokalypse zu kämpfen. Dabei kann man sich jetzt nicht nur gleichzeitig bewegen und mit der Waffe auf Gegner feuern, sondern auch verschiedene, taktische Schusspositionen einnehmen, von neuen strategischen Möglichkeiten Deckung zu nehmen, bis zu der Möglichkeit sich rücklings auf den Boden fallen zu lassen und vom Liegen aus zu feuern. Ob das Ganze aber auch wirklich für das Spiel selbst nützlich sein wird, oder nur ein Gimmick ist, um das Kampfprinzip etwas aufzufrischen, ist jetzt zumindest noch nicht ersichtlich.

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